Vorschubrostfeuerung UTSR

Betriebsmedium: Wasser / Heisswasser / Dampf
Rostkühlung: Luft / Wasser
Leistungsbereich: 150 - 6500 kW
Leistungsregelung: modulierend
Brennstoff-Wassergehalt: M 10 - 60
Brennstoffsortiment: Holzhackschnitzel / Rinde / Restholz / Pellets / Sonderbrennstoffe

Einsatzgebiet:
• Schnitzelfeuerungen für private und öffenliche Anlagen
• Rindenfeuerungen und Restholzfeuerungen in Sägereien
• Restholzfeuerungen in der holzverarbeitenden Industrie

inhaltsbild
  1. Brennstoffzuführung mit hydraulischem Schubförderer, Einfach- oder Doppelstocker
  2. Primärbrennkammer
  3. Luftgekühlter Flachbett-Vorschubrost
  4. Unterrostentaschung – automatisch oder manuell
  5. Automatische Austragung der Rostasche
  6. Zugang zur Sekundärbrennkammer
  7. Strahlungsgewölbe
  8. Feuerbeton zur Wärmespeicherung
  9. Sekundärbrennkammer – entsprechend Low-NOx Verfahren durch Luftstufung
  10. 3-Zug-Wärmetauscher
  11. Kesseltür mit automatischer Druckstoss-Abreinigung der Kesselrohre
  12. Abgasreinigung durch Multizyklon mit automatischer Austragung der Flugasche
  13. Abgasventilator – wahlweise Anordnung rechts, links oder hinten
  14. Rost-Türe mit Sicherheitsverriegelung
  15. Zugangstüre zu Unterrost

Die UTSR - Kesseleinheit ist mit einem Flachvorschubrost ausgerüstet und auch für Brennmaterial mit hohem Aschengehalt geeignet.

Das Brennmaterial wird von der hinteren Seite der Feuerung auf den Flachvorschubrost mit hoch legierten Gussroststäben der Verbrennung zugeführt. Die Roststäbe sind so konstruiert, dass diese sich gegenseitig überlappen und dadurch der Rostdurchfall klein ist. Im Weiteren ist der Rost so ausgelegt, dass eine saubere, gleichmässige Verteilung der in verschiedenen Zonen zugeführten Primärluft möglich ist und dadurch eine ruhige, ungestörte Vergasungszone entsteht. Der Antrieb der Rostwagen erfolgt hydraulisch, wobei die Bewegungsintervalle automatisch der Leistung angepasst werden. Die komplette Brennkammer ist mit feuerfestem Material ausgekleidet und sorgt für eine hohe Feuerungstemperatur auch bei feuchtem Material. Über der im Brennraum eingesetzten Strahlungsdecke, die je nach Material variiert, ist ein zusätzlicher, gemauerter Ausbrandzug eingebaut.
Die in der Brennkammer und dem Ausbrandzug zugeführte Sekundärluft ermöglicht eine gestufte Verbrennung für einen optimalen Ausbrand und eine Reduktion des NOX - Wertes in den Abgasen. Dadurch weder tiefe Emissionswerte erreicht.
Die Asche wird durch den Vorschubrost langsam zum Ende des Rostes transportiert und dort der automatischen Entaschung zugeführt. Unter dem Rost wird nach Wunsch eine Unterrostentaschung eingesetzt. Damit werden die Teile, welche durch den Rost fallen, einer Aschenschnecke zugeführt und zusammen mit der Rostasche direkt in einen Ascheneimer oder in einen Container gefördert.

Die Feuerungseinheit ist komplett von der Primär- und Sekundärluft umspült und sorgt zusammen mit der wirkungsvollen Isolation für minimale Abstrahlung. Über der Feuerung ist ein gut dimensionierter 3- Zug Rauchrohrkessel oder eine entsprechende Dampfkesseleinheit aufgesetzt. Der Multizyklon ist direkt hinter dem Wärmetauscher eingesetzt und kann optimal angeströmt werden. 
     
                   

Aufbau Brennkammer

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  • Dämmung der Brennkammer (100 mm) mit äusserem Verkleidungsblech
  • Luftkühlung innerhalb doppelwandiger Stahlblechkonstruktion (5-5, 6-8, 8-10 oder 10-10 mm)
  • Hochtemperaturbeständige Wärmedämmplatte (60/75/100 mm)
  • Mit Aluminiumfolie beschichtete feuerfeste Keramikfasermatte (13/25 mm)
  • Feuerfester Giessbeton (115-150 mm)

Der Feuerbeton wird mit hitzebeständigen Mauerankern an der Stahlkonstruktion der Brennkammer fixiert. Der Feuerbeton hat eine hohe Dichte sowie Temperaturbeständigkeit und wird in Sektionen gegossen. Dilatationsfugen zwischen den Sektionen kompensieren die Dehnung des Feuerbetons bei Temperaturschwankungen. Die hinter dem Feuerbeton liegende Keramikfasermatte und die hochtemperaturbeständige Wärmedämmplatte schützen die Stahlblechkonstruktion vor Überhitzung.


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