Um die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaswerte einzuhalten, kommen bei Holzfeuerungen spezielle Filter zum Einsatz. Je nach Brennstoff und Anlagengrösse sind unterschiedliche Systeme zu empfehlen.

Röhren-Elektrofilter

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Elektrofilter in Röhrenbauweise mit mehreren senkrechten Filterrohren in deren Achse Sprüh-elektroden angeordnet sind. Die aktiven Flächen der Abscheidelektroden / Rohrinnenwände werden automatisch mechanisch gereinigt.

Display mit Touchpanel zur Anzeige und Speicherung von:

  • Abgastemperaturen 
  • Betriebsstunden von Hochspannung, Abreinigung, Bypassbetrieb und Störungen

Vorteile

  • kompakte Einbaumasse durch Modulbauweise 
  • Einbringung in kleineren Räumen und Einbringöffnungen möglich
  • geringer Wartungsaufwand
  • Heizregister zur Beheizung der Filterkammer

Trocken-Elektrofilter

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Das staubbeladene Rauchgas tritt waagerecht über Verteilbleche in den Filter ein und wird gleichmässig auf mehrere «Gassen» aufgeteilt. Die Staubpartikel werden beim Durchströmen negativ aufgeladen und «haften» an den Niederschlagselektroden. Der sich ansammelnde Staubbelag wird durch ein Klopfwerk periodisch abgereinigt, fällt in eine Staubwanne und wird mittels Förderschnecke ausgetragen.

Vorteile

  • hoher Abscheidegrad 
  • geringer Wartungsaufwand 
  • sehr breites Einsatzspektrum
  • Aufstellung im Freien möglich

Gewebefilter

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Das Rohgas tritt in das Filtergehäuse ein, wobei mittels Umlenkung der Gasströmung im Filter, ein Absetzen des Staubes unterstützt wird. Die Staubpartikel werden an der Oberfläche des Filtermediums zurückgehalten, die Luft durchströmt das Filtermedium und tritt als Reingas aus. Der abgeschiedene Staub fällt in die Staubsammelwanne und wird mittels Schnecke aus dem Filter gefördert.

Vorteile

  • tiefe Reingaswerte 
  • Zugabe von Additiven (z.B. Kalkhydrat) möglich, interessant beim Einsatz von Altholz 
  • Einsatz individueller Filtermedien möglich

Abgaskondensation

Bei der Verbrennung von feuchtem Holz weist die Abgaskonden- sation ein theoretisches Potential zur Wir- kungsgradverbesserung von bis zu 30% auf im Vergleich zu Holzfeuerungen mit Zusatzwärmetauscher. Die Wirtschaftlichkeit von Heizungsanlagen mit Abgaskondensation hängt massgeblich vom Brennstoffpreis und von der Brennstoff-feuchtigkeit ab. Die Abgaskondensation ist besonders vorteilhaft, wenn feuchte Brennstoffe wie z.B. Waldhackschnitzel verfeuert werden sollen. Die wichtigsten betrieblichen Parameter sind Verbrennung bei kleiner Luftüberschusszahl, tiefe Rücklauftemperatur des Heiznetzes und grosse Volllastbetriebsstundenzahl der Kondensationseinheit.

Nasse Abgaskondensation

Bei der nassen Abgaskondensation wird Prozesswasser in das Abgas eingedüst und dabei zu feinen Tropfen zer- stäubt. Die vielen, kleinen Wassertropfen übernehmen die Funktion eines Wärme- tauschers, an dem der Wasserdampf aus der Verbrennung wieder kondensiert. Zudem wird die Wärme aus den Abgasen vom einge- düstem Wasser aufgenommen und über einen Plattenwärmetauscher einem Nieder- temperaturnetz mit Temperaturen unter 50°C zugeführt. Die grosse Wärmetauscheroberfläche (Summe sämtlicher Tropfenober-flächen) garantiert eine hohe Wärmeausbeute aus den Abgasen. Das Wärme- potential beträgt dabei bis zu 30% der Kessel-Nennleistung. Da die Wassertropfen im Abgas laufend neu aufgebaut werden, ist der Konden- sator unanfällig gegen Verschmutzung. Der Nass-Abgaskondensation ist immer ein Nass-Elektrofilter nach- geschaltet. Ein Nass-Elektrofilter bietet den Vorteil von geringen Emissionswerten < 10 mg/Nm³ bei gleich- zeitiger Verfügbarkeit von nahezu 99%. Emissionswerte können somit auch im An- und Abfahrprozess der Anlage eingehalten werden.

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Abgaskondensation: IS save energy AG

Trockene Abgaskondensation

Bei der trockenen Abgaskondensation handelt es sich um ein Wärmetauscher-System, welches der Rauchgas- entstaubung (z.B. Elektrofilter) nachgeschaltet ist. Im Wesentlichen werden die Rauchgase mittels Edelstahl-Wärmetauscher auf Temperaturen unter dem Kondensationspunkt gebracht. Hierzu ist genauso wie bei der Nass-Abgaskondensation ein Niedertemperatur-Kreis notwendig, dessen Rücklauftemperaturen um 50° sind. 
Bei der Trocken-Abgaskondensation wird Wasser zwischen die Plattenwärmetauscher eingedüst. Dieses Wasser zusammen mit dem Kondensat aus dem Rauchgas, dient in erster Linie der Abreinigung der Wärmetauscher- flächen und nicht der Wärmeübertragung.

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Abgaskondensation: Scheuch GbmH


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